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Tucker Goldrestaurationen

Ein „lebenslanger“, innovativer Klassiker

Tucker Goldrestaurationen
Veröffentlicht in: News, Allgemein

Im September 2003 wurde Dr. Richard V. Tucker für sein Lebenswerk von der University of British Columbia in Kanada mit dem R. V. Tucker Symposium geehrt. Dr. Tucker hat einen maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass Goldrestaurationen, insbesondere Goldinlays, nicht mehr zu umfangreichen Zahnzerstörungen führen, wie es früher häufig der Fall war. „Häufig genügt es, minimalinvasiv mit Gold vorzugehen, um den Zahn zu erhalten, eine hervorragende Ästhetik zu erzielen und materialtechnisch bewährte Methoden anzuwenden“, so Dr. Richard V. Tucker auf dem Paul Schöning Memorial im Karl-Häupl-Institut im Juni 2001.

Gerade seine Aussage zur Langlebigkeit seiner in über 50 Jahren Praxis hergestellten Goldrestaurationen wurde von Prof. Dr. Terry Donovan, Universität von Südkalifornien, in einer faszinierenden Studie bestätigt. Auf dem Jahrestreffen der R. V. Tucker Akademie in Hawaii veröffentlichte Prof. Donovan vorab seine Ergebnisse.

  • 120 Patienten mit mehreren Goldrestaurationen, die länger als 10 Jahre eingegliedert waren, wurden angeschrieben. 4 Briefe waren unzustellbar. 115 Patienten nahmen an der Studie teil.
  • Das hohe Feedback ist als Zeichen für eine gute Patientenbindung zu sehen.
  • 1.300 Goldrestaurationen konnten nachuntersucht werden. Darunter waren 72 % mindestens 20 Jahre alt.
  • 45 % waren älter als 25 Jahre. Bei 97 % gab es keinerlei Beanstandung der Randschlüsse.
  • Nur 30 % aller untersuchten Arbeiten waren nach all den Jahren als Misserfolg zu werten.
  • Nach der Weibull Formel, eine Untersuchungsmethode aus der Materialforschung, die besagt, nach wie vielen Jahren noch mehr als 60 % der untersuchten Materialien intakt sind, ergäbe sich eine unglaubliche Zahl von hochgerechnet 450 Jahren für die Überlebensquote von Dr. Tuckers Goldrestaurationen! Zum Vergleich dazu liegt die Überlebensquote von Compositfüllungen bei nur ca. 7 Jahren!!!

Diese Ergebnisse verleiteten Prof. Donovan zu folgender Aussage: „Do the right thing and do the thing right!“


Was sind die Vorteile, die hinter der Tuckertechnik stecken?

  1. Hält man sich an die Vorgaben zur Präparation, Abdrucknahme, Laborherstellung und dem aktiven Einzementieren, die Dr. Tucker im Laufe von Jahrzehnten ermittelt hat, so kann ein reproduzierbar gutes Ergebnis erzielt werden. Seine „Step by Step-Methode“ ermöglicht zudem viel Zeitersparnis.
  2. Gold als Restaurationsmaterial ist wegen seiner Materialeigenschaften bestens geeignet und wird seit über 100 Jahren in Form von Gusskronen und Gussinlays angewendet. Es oxidiert nicht und führt dadurch nicht zu Verfärbungen der Zähne, es lässt sich im Mund an den Zahn adaptieren, es frakturiert selbst in dünnen Schichten nicht, es unterstützt die natürliche Zahnfarbe und „altert“ mit, es ist nicht zu hart und ermöglicht ein angenehmes Kaugefühl, es ermöglicht bei Recallsitzungen durch sichtbare Schlifffacetten leichte Okklusionskorrekturen, seine thermische Ausdehnung entspricht fast der des Zahnes, Frakturen werden dadurch vermieden und es hat bei entsprechender Verarbeitung eine faszinierende Langzeitprognose.
  3. Durch die Goldfolientechnik bietet sich die Möglichkeit von dauerhaften Reparaturen kleinerer Bereiche.
     

praedent GmbH | Präzisionsdentaltechnik | Wilhelmstraße 32, 53840 Troisdorf | www.praedent.de


Welche Nachteile hat die Tuckertechnik?

  1. Es ist wesentlich zeitaufwendiger eine Tuckerrestauration herzustellen, als z. B. eine Amalgamfüllung.
  2. Die Tuckerrestauration ist anfangs für den Patienten kostspieliger, langfristig gesehen jedoch die preiswerteste Lösung.
  3. Goldrestaurationen sind techniksensitiv. Es erfordert vom Behandler schon eine gewisse Fortbildung um exzellente, langlebige Füllungen und Kronen herzustellen.
  4. Beachtet man einige Regeln bei der Präparation nicht, so können Goldrestaurationen zu ästhetisch nicht akzeptablen Resultaten führen.


Was sind die Tricks, die hinter der Tuckertechnik stehen?

  1. Diagnose der Antagonistenkontakte um Okklusionsstress an den Rändern zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollte eine Höckerüberkappung stattfinden, natürlich unter Berücksichtigung ästhetischer Aspekte. (Invisible Onlaytechnik).
  2. Ausblocktechnik zur Schonung von Zahnhartsubstanz. Selbst umfangreiche Defekte können damit sehr substanzerhaltend, konservativ mit Gold versorgt werden.
  3. Exakte Zahnpräparation mit glatten Wänden, scharfen Kanten und Winkeln („line angels“) gleichmäßiger Abschrägung ohne unter sich gehende Bereiche, um die Voraussetzungen für alle weiteren Schritte zu schaffen.
  4. Detailgetreuer Abdruck als Grundlage für die Labortechnik. Der Guss kann nie besser werden als die Wachsmodellation!
  5. Akkurate Labortechnik mit einem maßstabsgetreuen Gipsmodell, sauberer Wachsmodellation, geeigneten Einbettmassen und gesteuertem Guss.
  6. Wahl einer geeigneten Goldlegierung, hier hat Dr. Tucker zusammen mit der Firma Jensen eine spezielle, erfolgreiche Inlaylegierung entwickelt.
  7. Aktives Einzementieren zur Randadaption und Vergütung des anfangs weichen Goldrandes. Dabei gilt lieber eine Neuanfertigung des Gussstückes, als den Rand zu sehr zu manipulieren.
  8. Finier- und Poliertechnik für glatte Oberflächen zur Reduktion der Plaqueanlagerung.

Jeder einzelne Schritt ist für sich genommen äußerst wichtig. Das Geniale an Dr. Tuckers Technik ist jedoch, dass durch sie die Präparation mit Schnelllaufwinkelstücken mit der Präzision der Schnitztechnik aus der Goldhämmerfüllung kombiniert wurde. Mit dieser Technik gelingt es reproduzierbar gute Ergebnisse zu erzielen, ohne einen unangemessen hohen Zeitaufwand, der ansonsten die Kosten einer Tuckerrestauration unverhältnismäßig hochschrauben würde.

Dr. Wolfgang Matscheck, Mentor der R. V. Tucker Akademie und Präsident der R. V. Tucker Studiengruppe Rheingold